Nach 10 Tagen sind Krusten meist abgeheilt oder lösen sich, während Rötung und leichtes Taubheitsgefühl noch möglich sind. Nach einem Monat können transplantierte Haare vorübergehend ausfallen. Nach sechs Monaten zeigt sich häufig erstes deutliches Wachstum, das Endergebnis braucht jedoch meist länger.
Eine Haartransplantation ist ein chirurgischer Eingriff, bei dem Haarfollikel meist aus dem Hinterkopf oder den Kopfseiten in lichte Bereiche eingesetzt werden. Ob FUE, DHI oder FUT: Die biologischen Phasen der Wundheilung und des Haarwachstums ähneln sich. Das sichtbare Ergebnis entsteht nicht sofort. In den ersten Wochen heilt vor allem die Haut, während die transplantierten Haarwurzeln in eine Ruhephase eintreten können. Erst danach beginnt das neue Haar schrittweise zu wachsen.
Der genaue Verlauf hängt unter anderem von der gewählten Methode, der Größe des behandelten Bereichs, der individuellen Hautreaktion, dem Haarzyklus und der konsequenten Nachsorge ab. Die folgenden Zeitpunkte dienen daher als Orientierung und ersetzen nicht die persönlichen Anweisungen des behandelnden Teams.

Nach etwa zehn Tagen befinden sich viele Patientinnen und Patienten am Ende der ersten Wundheilungsphase. Kleine Krusten im Empfänger- und Spenderbereich sind in den ersten Tagen üblich. Sie bestehen aus getrocknetem Wundsekret und Blut und schützen die kleinen Einstich- beziehungsweise Entnahmestellen während der Heilung.
Wichtig ist, Krusten nicht mit den Fingern oder Nägeln abzukratzen. Das kann die Haut reizen und das Infektionsrisiko erhöhen. Ab wann wieder normal geduscht, Sport getrieben, eine Kopfbedeckung getragen oder Sonneneinstrahlung toleriert werden darf, richtet sich nach der individuellen OP-Nachsorge. Besonders in den ersten Tagen sollte Druck oder Reibung auf den transplantierten Bereich vermieden werden.
Kontaktieren Sie die Klinik zeitnah bei zunehmenden statt abnehmenden Schmerzen, ausgeprägter Schwellung, starker Wärme, eitrigem Sekret, unangenehmem Geruch, Fieber oder einer rasch fortschreitenden Rötung. Auch anhaltende Blutungen oder eine Verletzung des transplantierten Bereichs sollten medizinisch beurteilt werden.
Etwa zwei bis sechs Wochen nach dem Eingriff erleben viele Betroffene einen sogenannten Shock Loss oder Shedding. Dabei fallen die sichtbaren Haare aus den transplantierten Grafts aus. Das kann beunruhigend wirken, ist jedoch häufig Teil des normalen Haarzyklus: Der Haarschaft fällt aus, während der transplantierte Haarfollikel in der Kopfhaut verbleiben und in eine Ruhephase übergehen kann.
Der vorübergehende Ausfall bedeutet nicht automatisch, dass die Transplantation fehlgeschlagen ist. In dieser Phase ist Geduld besonders wichtig. Die Haarwurzeln brauchen Zeit, um wieder in die Wachstumsphase überzugehen. Beginnen Sie Nahrungsergänzungsmittel, Haarwuchsmittel wie Minoxidil oder verschreibungspflichtige Medikamente nur nach Rücksprache mit Ihrem Behandlungsteam. Manche Präparate sind vor oder nach dem Eingriff nicht für alle Personen geeignet.
Nach etwa sechs Monaten wird bei vielen Menschen ein sichtbarerer Fortschritt erkennbar. Neue Haare wachsen zunächst oft fein, hell oder ungleichmäßig. Mit der Zeit können sie an Durchmesser, Länge und Struktur gewinnen. Das Haarwachstum erfolgt nicht überall gleichzeitig, sodass Haarlinie, Schläfen, Wirbel und dichter behandelte Areale unterschiedlich schnell reifen können.
Viele Kliniken planen Kontrolltermine, um Fotos zu vergleichen, die Kopfhaut zu untersuchen und die Entwicklung einzuordnen. Das endgültige Erscheinungsbild wird häufig erst in den folgenden Monaten beurteilt, da Haare weiter reifen und an Dichte gewinnen können. Bei einer Transplantation im Wirbelbereich kann die sichtbare Entwicklung besonders langsam sein, weil dort die natürliche Wuchsrichtung und vorhandene Haare die Beurteilung beeinflussen.

Die Nachsorge kann den Heilungsverlauf beeinflussen, ersetzt aber nicht die biologische Wachstumszeit. Halten Sie sich vorrangig an die schriftlichen Empfehlungen Ihrer Klinik. Dazu gehören häufig ein schonendes Waschen, der Schutz vor Sonne, der Verzicht auf Reibung sowie vorübergehende Einschränkungen bei intensivem Sport, Schwimmen, Sauna und Alkohol. Rauchen kann die Wundheilung beeinträchtigen und sollte möglichst vermieden werden.
Nach zehn Tagen steht die Abheilung der kleinen Wunden im Vordergrund. Nach einem Monat ist ein vorübergehender Ausfall transplantierter Haare häufig erwartbar. Nach sechs Monaten kann neues Wachstum sichtbar werden, das jedoch noch weiter reift. Starke Schmerzen, Zeichen einer Infektion oder plötzlich zunehmende Beschwerden gehören dagegen ärztlich abgeklärt. Ihr individuelles Behandlungsteam kann anhand der Untersuchung und Verlaufskontrollen am zuverlässigsten beurteilen, ob Ihre Heilung regelgerecht verläuft.
Krusten sollten nicht abgekratzt werden. Häufig lösen sie sich durch die von der Klinik empfohlene, vorsichtige Haarwäsche. Wenn Krusten nach den individuellen Nachsorgeanweisungen bestehen bleiben oder die Haut stark gereizt wirkt, fragen Sie Ihr Behandlungsteam.
Ein vorübergehender Ausfall der transplantierten Haarschäfte innerhalb der ersten Wochen ist häufig. Die Haarfollikel können dabei in der Kopfhaut verbleiben und nach einer Ruhephase erneut Haare bilden. Eine Kontrolle ist sinnvoll, wenn Sie unsicher sind oder zusätzliche Beschwerden auftreten.
Nach sechs Monaten ist bei vielen Patientinnen und Patienten neues Wachstum erkennbar, die Haardichte und Haarstärke können aber noch weiter zunehmen. Der Zeitpunkt und das Ausmaß unterscheiden sich individuell und hängen auch von der behandelten Region ab.
Wenden Sie sich zeitnah an die Klinik bei Fieber, eitrigem Sekret, zunehmender Rötung oder Schwellung, starken Schmerzen, anhaltender Blutung oder ungewöhnlichem Geruch. Diese Beschwerden können auf eine Komplikation hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden.
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