Für eine Immuntherapie bei Krebs müssen mehrere Voraussetzungen geprüft werden: Tumorart, Biomarker, Allgemeinzustand und mögliche Autoimmunerkrankungen. Ob die Behandlung geeignet ist, entscheidet das Onkologie-Team nach Untersuchung, Laborwerten und Bildgebung individuell.
Eine Immuntherapie ist nicht für alle Menschen mit Krebs automatisch geeignet. Bevor die Behandlung beginnt, prüfen Ärztinnen und Ärzte sorgfältig, ob der Tumor auf diese Therapieform ansprechen könnte und ob der allgemeine Gesundheitszustand eine sichere Behandlung erlaubt. Die Immuntherapie Voraussetzungen hängen dabei von der Tumorart, dem Krankheitsstadium, Laborbefunden und Vorerkrankungen ab.
Wichtig ist: Eine Immuntherapie ist meist ein Teil eines individuellen Behandlungsplans. Sie kann allein, in Kombination mit anderen Therapien oder nach einer Vorbehandlung eingesetzt werden. Welche Option sinnvoll ist, wird in der Regel in einem interdisziplinären Tumorboard besprochen.
Immuntherapien werden nicht bei jedem Krebs gleich eingesetzt. Besonders wichtig ist, ob der Tumor bestimmte Merkmale aufweist, die eine Aktivierung des Immunsystems sinnvoll erscheinen lassen. Dazu gehören je nach Tumorart unterschiedliche Faktoren.
Bei einigen Krebsarten ist die Immuntherapie bereits gut etabliert, bei anderen wird sie nur in bestimmten Situationen oder im Rahmen von Studien angeboten. Entscheidend ist immer die individuelle ärztliche Bewertung.

Vor Beginn werden verschiedene Untersuchungen durchgeführt. Ziel ist es, die Erfolgsaussichten und das Risiko möglicher Nebenwirkungen möglichst gut abzuschätzen.
Der Körper sollte die Behandlung ausreichend verkraften können. Ärztinnen und Ärzte beurteilen dafür unter anderem den allgemeinen Zustand, die körperliche Leistungsfähigkeit und mögliche Einschränkungen im Alltag. Menschen mit stark reduziertem Allgemeinzustand benötigen oft eine besonders sorgfältige Abwägung.
Da eine Immuntherapie das Immunsystem beeinflusst und Organentzündungen auslösen kann, werden meist Blutwerte und Organfunktionen kontrolliert. Dazu gehören häufig Leber, Nieren, Schilddrüse und weitere Laborparameter. Auffällige Werte müssen nicht automatisch gegen eine Behandlung sprechen, sollten aber eingeordnet werden.
Bei manchen Tumoren helfen Biomarker bei der Auswahl der Therapie. Dazu können bestimmte Eiweißstrukturen, genetische Veränderungen oder molekulare Merkmale gehören. Ob ein Test sinnvoll ist, hängt von der Krebsart ab. Nicht jeder Biomarker ist bei jedem Tumor relevant.
Oft wird geprüft, welche Therapien bereits stattgefunden haben, zum Beispiel Operation, Bestrahlung, Chemotherapie oder zielgerichtete Therapie. Manche Immuntherapien werden erst nach anderen Behandlungen eingesetzt, andere auch früher. Die Vorgeschichte hilft dabei, Nutzen und Risiken besser einzuschätzen.
Ein wichtiger Teil der Vorbereitung ist die Frage, ob Vorerkrankungen vorliegen, die sich durch eine Immuntherapie verschlechtern könnten. Besonders relevant sind Erkrankungen, bei denen das Immunsystem bereits fehlgeleitet ist oder Organe betroffen sind.
Auch eine dauerhafte Einnahme von Immunsuppressiva oder Kortison kann wichtig sein. Das bedeutet nicht automatisch, dass keine Immuntherapie möglich ist. Es kann aber zusätzliche Absprachen und eine engere Überwachung erforderlich machen.
Vor einer Immuntherapie wird auch nach Infektionen gefragt, insbesondere nach chronischen Virusinfektionen oder akuten Entzündungen. Je nach Situation kann eine Behandlung verschoben werden, bis die Infektion abgeklungen oder besser kontrolliert ist.
Zusätzlich sollten alle Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und pflanzlichen Präparate bekannt sein. Manche Mittel können die Behandlung beeinflussen oder Nebenwirkungen verstärken. Deshalb ist es wichtig, nichts auszulassen, auch wenn es scheinbar unbedeutend wirkt.
Welche Tests notwendig sind, richtet sich nach Tumorart und geplanter Therapie. Häufig gehören dazu:
Manchmal werden weitere Fachärztinnen und Fachärzte hinzugezogen, etwa aus der Inneren Medizin, Endokrinologie, Pneumologie oder Kardiologie. So lässt sich die Behandlung möglichst sicher planen.
Es gibt keine pauschale Antwort, da jede Situation individuell ist. Besonders vorsichtig sind Ärztinnen und Ärzte oft bei Menschen mit aktiven Autoimmunerkrankungen, schwerer Organinsuffizienz, ungelösten Infektionen oder nach Organtransplantation. Auch bei Schwangerschaft oder Stillzeit ist eine genaue Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich.
Wichtig ist außerdem, ob die Patientin oder der Patient die Therapie regelmäßig erhalten kann und ob eine engmaschige Kontrolle möglich ist. Viele Immuntherapien erfordern wiederholte Termine und schnelle Reaktion bei neuen Beschwerden.

Eine gute Vorbereitung erleichtert die Entscheidung über die Immuntherapie. Hilfreich sind:
Je vollständiger die Informationen sind, desto besser kann das Behandlungsteam beurteilen, ob die Immuntherapie Voraussetzungen erfüllt sind.
Ob eine Immuntherapie bei Krebs infrage kommt, hängt von mehreren Faktoren ab: dem Tumor, passenden Biomarkern, dem allgemeinen Gesundheitszustand und möglichen Vorerkrankungen. Die Entscheidung wird immer individuell getroffen und sollte verständlich mit dem Behandlungsteam besprochen werden. So lässt sich klären, ob die Therapie geeignet ist oder ob andere Optionen besser passen.
Nein. Ob eine Immuntherapie infrage kommt, hängt von der Tumorart, dem Stadium und bestimmten Biomarkern ab. Bei einigen Krebsarten ist sie gut etabliert, bei anderen nur in ausgewählten Fällen.
Je nach Behandlung werden unter anderem Leber-, Nieren- und Schilddrüsenwerte kontrolliert. Auch Entzündungswerte und andere Laborparameter können relevant sein.
Manchmal ja, aber nur nach sorgfältiger individueller Abwägung. Das Risiko einer Verschlechterung der Autoimmunerkrankung muss genau geprüft werden.
Biomarker helfen dabei einzuschätzen, ob der Tumor auf die Therapie ansprechen könnte. Nicht bei jeder Krebsart sind dieselben Tests sinnvoll.
Das hängt vom Präparat, der Erkrankung und Ihrem Zustand ab. Manche Behandlungen starten ambulant, andere erfordern zunächst engmaschige Überwachung.
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