Eine Nasenscheidewand-OP kann sinnvoll sein, wenn eine Verkrümmung der Nasenscheidewand zu einer anhaltend behinderten Nasenatmung, Beschwerden oder häufigen Nebenhöhlenproblemen führt. Der Eingriff wird meist über die Nase durchgeführt und zielt darauf ab, die Nasenscheidewand zu begradigen und die Nasenatmung zu verbessern. Die Heilung dauert mehrere Wochen und erfordert sorgfältige Nachsorge.
Eine Nasenscheidewand-OP, medizinisch meist Septumplastik genannt, soll eine verkrümmte Nasenscheidewand begradigen. Sie kommt dann infrage, wenn eine Fehlstellung Beschwerden verursacht, etwa eine dauerhaft behinderte Nasenatmung, wiederkehrende Nasennebenhöhlenprobleme oder Schlafstörungen. Wichtig ist: Nicht jede Verkrümmung muss operiert werden. Entscheidend sind die Symptome und der Nutzen, den man realistisch erwarten kann.
Die Nasenscheidewand trennt die beiden Nasenhöhlen. Ist sie schief, kann das zu Atemproblemen führen. Eine Operation wird meist erst empfohlen, wenn konservative Maßnahmen nicht ausreichen oder die Beschwerden deutlich ausgeprägt sind.
Ob die OP sinnvoll ist, hängt nicht nur vom Befund ab, sondern auch davon, wie stark die Symptome den Alltag beeinträchtigen. HNO-Ärztinnen und -Ärzte prüfen daher in der Regel die Nasenatmung, die Schleimhaut, mögliche Polypen oder Muschelvergrößerungen und besprechen, ob eine Operation die beste Option ist.

Die Operation wird meist in Vollnarkose durchgeführt. In vielen Fällen erfolgt der Zugang vollständig durch die Nasenlöcher, sodass keine sichtbaren äußeren Schnitte entstehen. Ziel ist es, die knorpeligen und/oder knöchernen Anteile der Nasenscheidewand so zu korrigieren, dass die Nasenluftwege freier werden.
Vor dem Eingriff findet ein ausführliches Vorgespräch statt. Dort werden Beschwerden, Vorerkrankungen und Medikamente besprochen. Oft wird erklärt, welche Präparate vor der OP pausiert werden müssen, zum Beispiel bestimmte Blutverdünner, sofern dies medizinisch vertretbar ist. Außerdem erhalten Sie Hinweise zu Nüchternheit, Anreise und Nachsorge.
Der Operateur löst die Schleimhaut vorsichtig von der knorpeligen und knöchernen Struktur der Nasenscheidewand. Anschließend werden verbogene oder störende Anteile korrigiert, geglättet oder teilweise entfernt und das Septum wieder stabilisiert. Je nach Situation können zusätzlich vergrößerte Nasenmuscheln behandelt werden, wenn sie zur Atembehinderung beitragen.
Am Ende wird die Schleimhaut wieder angepasst. Manchmal werden weiche Schienen oder Tamponaden eingesetzt, um die Stabilität zu unterstützen und Blutungen zu begrenzen. Ob und welche Einlage verwendet wird, hängt von der Operationstechnik und dem individuellen Befund ab.
Nach dem Eingriff bleiben Sie je nach Umfang der Operation und Verlauf zur Beobachtung in der Klinik oder können nach ärztlicher Entscheidung nach Hause gehen. In den ersten Tagen sind Druckgefühl, Schwellung und eine eingeschränkte Nasenatmung durch Heilungsreaktionen häufig. Leichte Blutungen oder nässendes Sekret können ebenfalls vorkommen.
Die Heilung nach einer Nasenscheidewand-OP braucht Zeit. Auch wenn die Atmung oft nicht sofort vollständig frei ist, verbessert sie sich meist schrittweise, sobald die Schleimhaut abschwillt und Krusten zurückgehen. Geduld und sorgfältige Nachsorge sind dafür wichtig.
Wichtig ist, die Nase nicht zu stark zu schnäuzen, nicht an Krusten zu ziehen und Sport oder schweres Heben erst wieder aufzunehmen, wenn es medizinisch erlaubt ist. Auch Hitze, Sauna und Kontakt mit Infektionsquellen sollten in der frühen Phase oft gemieden werden.
Wie bei jedem operativen Eingriff gibt es auch bei der Nasenscheidewand-OP mögliche Risiken. Dazu gehören Blutungen, Infektionen, Schwellungen, Verklebungen oder eine vorübergehend veränderte Nasenatmung. In seltenen Fällen kann es zu einer unzureichenden Korrektur oder zu einer erneuten Verkrümmung kommen.
Auch die Schleimhaut benötigt Zeit zur Regeneration. Vorübergehende Trockenheit, Krusten oder ein Spannungsgefühl sind daher nicht ungewöhnlich. Das Risiko lässt sich durch eine erfahrene chirurgische Durchführung, gute Vorbereitung und konsequente Nachsorge reduzieren, aber nie vollständig ausschließen.

Eine HNO-Abklärung ist sinnvoll, wenn die Nasenatmung dauerhaft eingeschränkt ist, sich Beschwerden trotz Behandlung nicht bessern oder zusätzliche Symptome wie häufige Nebenhöhlenentzündungen auftreten. Auch bei Verdacht auf eine Verletzungsfolge oder wenn Schnarchen und Mundatmung den Schlaf deutlich stören, kann eine Untersuchung hilfreich sein.
Ob eine Nasenscheidewand-OP wirklich die richtige Behandlung ist, hängt immer von Ihrem individuellen Befund ab. Eine sorgfältige Diagnostik hilft, Nutzen und Risiken realistisch abzuwägen und die Therapie passend zu planen.
Die Nasenscheidewand-OP kann eine sinnvolle Behandlung sein, wenn eine Verkrümmung der Nasenscheidewand Beschwerden verursacht und andere Maßnahmen nicht ausreichen. Der Eingriff zielt darauf ab, die Nasenatmung zu verbessern und Folgeprobleme zu verringern. Für ein gutes Ergebnis sind eine gute Aufklärung, die richtige Nachsorge und ausreichend Zeit für die Heilung entscheidend.
Die erste Heilungsphase dauert meist einige Tage bis Wochen. Bis die Schleimhaut weitgehend abgeschwollen ist und die Atmung stabiler wird, kann es länger dauern.
Viele Patientinnen und Patienten berichten eher über Druckgefühl, Schwellung oder Verstopfung als über starke Schmerzen. Die Beschwerden lassen sich in der Regel ärztlich behandeln.
Nicht unbedingt. Direkt nach dem Eingriff können Schwellung, Krusten oder Einlagen die Atmung zunächst noch behindern. Die Besserung zeigt sich oft schrittweise.
Wenn keine relevanten Beschwerden bestehen oder die Symptome eher durch andere Ursachen ausgelöst werden, ist eine Operation oft nicht die erste Wahl.
Meist wird der Eingriff in Vollnarkose durchgeführt. In Einzelfällen können andere Verfahren infrage kommen, das hängt jedoch vom Befund und der Klinik ab.
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