Eine Ausschabung in der Gynäkologie wird empfohlen, wenn Gewebe aus der Gebärmutter entfernt werden muss, etwa bei unklaren Blutungen, nach einer Fehlgeburt oder bei verdächtigen Befunden. Der Eingriff dient sowohl der Behandlung als auch der Diagnostik und wird je nach Situation unterschiedlich durchgeführt.
Eine Ausschabung in der Gynäkologie, auch Kürettage oder Abrasio uteri genannt, ist ein medizinischer Eingriff, bei dem Gewebe aus der Gebärmutter entfernt wird. Sie wird nicht routinemäßig, sondern nur bei klarer medizinischer Indikation empfohlen. Ziel kann sein, Beschwerden zu lindern, Blutungen zu behandeln oder Gewebe für die Untersuchung zu gewinnen.
Ob eine Ausschabung sinnvoll ist, hängt von der Ursache der Beschwerden ab. Häufig kommt sie infrage, wenn sich auffällige Blutungen nicht anders erklären lassen oder wenn Gewebe in der Gebärmutter verbleibt, das entfernt werden sollte.
Auch bei einer diagnostischen Abklärung kann eine Ausschabung helfen, weil das entnommene Gewebe feingeweblich untersucht werden kann. Dadurch lässt sich die Ursache besser einordnen und die weitere Behandlung gezielter planen.

Eine Ausschabung wird empfohlen, wenn Ärztinnen und Ärzte vermuten, dass die Gebärmutterschleimhaut krankhaft verändert ist oder wenn sich Blutungen trotz anderer Maßnahmen nicht normalisieren. Typische medizinische Ziele sind die Blutstillung, die Entfernung von Restgewebe und die Sicherung einer Diagnose.
Zu den häufigeren Gründen zählen Fehlgeburt, unregelmäßige Blutungen in oder nach den Wechseljahren, Polypenverdacht oder auffällige Schleimhautverdickungen. In der postmenopausalen Phase wird besonders sorgfältig geprüft, weil Blutungen dann immer ärztlich abgeklärt werden sollten.
Wichtig ist: Nicht jede Blutung macht automatisch eine Ausschabung notwendig. Oft werden zunächst Ultraschall, Laboruntersuchungen oder andere Verfahren eingesetzt. Die Ausschabung ist dann eine mögliche nächste Stufe, wenn diese Untersuchungen nicht ausreichen oder der Befund es erfordert.
Der genaue Ablauf hängt davon ab, warum der Eingriff erfolgt und ob er ambulant oder stationär durchgeführt wird. In der Regel erfolgt die Ausschabung unter einer kurzen Narkose oder in ausgewählten Fällen in einer anderen Betäubungsform.
Der Eingriff selbst dauert oft nur kurze Zeit. Danach können leichte Krämpfe oder eine schwache Blutung auftreten. Das entnommene Gewebe wird häufig an ein Labor geschickt, damit die Ursache der Beschwerden genauer beurteilt werden kann.
Nach einer Ausschabung braucht der Körper etwas Zeit zur Erholung. Leichte Unterbauchschmerzen und eine geringe Blutung sind zunächst möglich. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt informiert Sie darüber, welche Beschwerden normal sind und wann Sie sich wieder vorstellen sollten.
Wenn die Ausschabung nach einer Fehlgeburt erfolgte, kann die seelische Belastung zusätzlich groß sein. In diesem Fall ist es sinnvoll, neben der körperlichen auch die emotionale Verarbeitung ernst zu nehmen und bei Bedarf Unterstützung anzunehmen.
Wie jeder medizinische Eingriff ist auch die Ausschabung mit Risiken verbunden. Dazu gehören Blutungen, Infektionen, Verletzungen der Gebärmutter oder, selten, Verwachsungen in der Gebärmutterhöhle. Solche Komplikationen sind nicht die Regel, sollten aber vor dem Eingriff besprochen werden.
Eine Ausschabung ist außerdem nicht immer die einzige oder beste Lösung. Je nach Befund können Medikamente, engmaschige Kontrollen oder andere operative Verfahren geeigneter sein. Die Entscheidung wird deshalb individuell getroffen.

Nach einer Ausschabung sollten Sie sich zeitnah melden, wenn starke Blutungen, Fieber, zunehmende Schmerzen, Kreislaufprobleme oder übel riechender Ausfluss auftreten. Auch wenn die Blutung nicht nachlässt oder Sie sich deutlich krank fühlen, ist eine Kontrolle wichtig.
Eine Ausschabung in der Gynäkologie wird empfohlen, wenn Gewebe aus der Gebärmutter entfernt oder untersucht werden muss. Der Eingriff kann helfen, die Ursache von Blutungen abzuklären, Restgewebe zu beseitigen und die weitere Behandlung zu steuern. Entscheidend ist eine individuelle Abwägung durch die behandelnde Frauenärztin oder den Frauenarzt.
Nein. Oft werden zuerst Ultraschall, Laborwerte oder andere Untersuchungen genutzt. Eine Ausschabung wird nur empfohlen, wenn sie medizinisch sinnvoll ist oder weitere Diagnostik nötig wird.
Das ist individuell verschieden. Viele Patientinnen sind nach wenigen Tagen wieder belastbarer, sollten sich aber an die Empfehlungen der behandelnden Praxis oder Klinik halten.
Der Eingriff selbst erfolgt meist in Narkose oder Betäubung. Danach können vorübergehend Krämpfe oder ziehende Schmerzen auftreten, die in der Regel abklingen.
Das hängt von Ihrem Allgemeinzustand und der Art der Arbeit ab. Leichte Tätigkeiten sind oft früher möglich, körperlich schwere Arbeit eher später.
Die feingewebliche Untersuchung hilft, die Ursache der Beschwerden zu klären und wichtige Befunde, zum Beispiel Schleimhautveränderungen, sicherer einzuordnen.
Treatments are delivered at our JCI-accredited hospitals — Acıbadem International