In Deutschland empfiehlt die STIKO einen Impfplan für Kinder, der die wichtigsten Schutzimpfungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter umfasst. Dazu gehören unter anderem Impfungen gegen Rotaviren, Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Polio, Hib, Hepatitis B, Pneumokokken, Masern, Mumps, Röteln, Windpocken und später auch HPV.
Impfungen gehören zu den wirksamsten Maßnahmen, um Kinder vor schweren Infektionskrankheiten zu schützen. In Deutschland orientieren sich Ärztinnen und Ärzte an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Der Impfkalender wird regelmäßig überprüft und an den aktuellen medizinischen Stand angepasst.
Eltern fragen sich oft, welche Impfungen wirklich wichtig sind, wann sie beginnen und ob alle Kinder dieselben Impfungen brauchen. Die kurze Antwort: Für Kinder gibt es in Deutschland einen klar strukturierten Impfplan mit mehreren Standardimpfungen, die je nach Alter in festgelegten Abständen verabreicht werden.
Die STIKO empfiehlt für Kinder vor allem Impfungen gegen Erkrankungen, die schwer verlaufen oder Komplikationen verursachen können. Dazu gehören:
Je nach Alter, Gesundheitszustand und Impfstatus können weitere Impfungen sinnvoll sein. Dazu gehören zum Beispiel Influenzaschutz in besonderen Situationen oder Reiseimpfungen, wenn die Familie ins Ausland fährt.

Schon in den ersten Lebensmonaten beginnt der Schutz vor mehreren schweren Krankheiten. Besonders wichtig sind Impfungen gegen Rotaviren sowie die sogenannte Sechsfachimpfung. Diese schützt gleichzeitig vor Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Polio, Hib und Hepatitis B.
Auch Impfungen gegen Pneumokokken werden im Säuglingsalter empfohlen. Diese Bakterien können unter anderem Lungenentzündungen, Blutvergiftungen oder Hirnhautentzündungen auslösen. Die genauen Zeitpunkte der Impfungen besprechen Kinderärztinnen und Kinderärzte anhand des Impfkalenders.
Im zweiten Lebensjahr und im Vorschulalter stehen vor allem die Auffrischung und Vervollständigung des Grundschutzes im Vordergrund. Besonders wichtig ist die zweite Masern-Mumps-Röteln-Impfung, häufig zusammen mit der Windpockenimpfung. Diese Kombination hilft, den Schutz zu vervollständigen, damit auch bei späterem Kontakt mit den Erregern eine gute Immunität besteht.
In diesem Alter werden außerdem eventuell versäumte Impfungen nachgeholt. Wenn Impfungen aus verschiedenen Gründen verzögert wurden, ist das meist kein Problem: Kinderärztinnen und Kinderärzte können einen individuellen Nachholplan erstellen.
Mit zunehmendem Alter werden bestimmte Impfungen aufgefrischt, damit der Schutz erhalten bleibt. Dazu zählen unter anderem Auffrischungen gegen Tetanus, Diphtherie und Keuchhusten. Auch die Polio-Impfung kann im Jugendalter je nach Impfstatus aufgefrischt werden.
Eine besonders wichtige Empfehlung im Jugendalter ist die HPV-Impfung. Sie schützt vor Infektionen mit Humanen Papillomaviren, die unter anderem an der Entstehung bestimmter Krebsarten beteiligt sein können. Die Impfung wird für Mädchen und Jungen empfohlen und sollte möglichst vor Beginn sexueller Aktivität erfolgen.
Das kindliche Immunsystem lernt durch Impfungen, Krankheitserreger zu erkennen, ohne dass das Kind die jeweilige Erkrankung durchmachen muss. So kann ein schwerer Verlauf vermieden oder das Risiko deutlich reduziert werden. Gleichzeitig tragen Impfungen auch zum Schutz anderer Menschen bei, etwa von Säuglingen, älteren Personen oder Menschen mit geschwächtem Immunsystem.
Wichtig ist: Impfungen bieten keinen absoluten Schutz vor jeder Infektion. Sie senken aber in vielen Fällen das Risiko für schwere Verläufe, Krankenhausbehandlungen und Spätfolgen deutlich.
Die Impfberatung findet meist in der Kinder- oder Hausarztpraxis statt. Dort wird der Impfpass geprüft, fehlende Impfungen werden erkannt und der weitere Plan besprochen. Eltern können auch Fragen zu möglichen Reaktionen nach der Impfung, zum zeitlichen Ablauf oder zu besonderen Vorerkrankungen ihres Kindes stellen.
Häufige Nebenwirkungen sind vorübergehend und mild, zum Beispiel Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit oder leichtes Fieber. Bei starken oder ungewöhnlichen Beschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Wenn Sie unsicher sind, ob Ihr Kind alle empfohlenen Impfungen erhalten hat, kann die Praxis den Impfstatus prüfen und die nächsten Schritte erklären. So bleibt der Schutz Ihres Kindes gut organisiert und lückenarm.
Für Kinder in Deutschland gibt es einen klaren, altersabhängigen Impfplan auf Basis der STIKO-Empfehlungen. Er umfasst Schutzimpfungen gegen mehrere schwere Infektionskrankheiten vom Säuglingsalter bis in die Jugend. Eine individuelle Impfberatung hilft dabei, den Impfstatus vollständig und korrekt umzusetzen.
In Deutschland gibt es keine allgemeine gesetzliche Impfpflicht für alle Kinder. Es gibt aber klare STIKO-Empfehlungen, die als medizinischer Standard gelten.
Einige Impfungen beginnen bereits im Säuglingsalter, andere folgen im Kleinkind-, Schul- oder Jugendalter. Der genaue Zeitpunkt hängt vom jeweiligen Impfstoff ab.
Verpasste Impfungen können in der Regel nachgeholt werden. Die Kinderarztpraxis erstellt dafür einen individuellen Nachholplan.
Kombinationsimpfstoffe können die Anzahl der Spritzen verringern und den Impfablauf vereinfachen. Ob sie passend sind, bespricht die Praxis individuell mit den Eltern.
Die HPV-Impfung schützt vor bestimmten Virusinfektionen, die später an der Entstehung von Krebs beteiligt sein können. Sie wird für Mädchen und Jungen empfohlen.
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