Ein Muttermal wird je nach Befund per Schnitt, Shave oder Laser entfernt. Vorher beurteilt die Ärztin oder der Arzt, ob das Muttermal unauffällig ist und ob eine Gewebeprobe nötig ist. Die Heilung dauert meist einige Tage bis Wochen, abhängig von Methode, Stelle und individueller Wundheilung.
Ein Muttermal entfernen zu lassen ist ein häufiger kleiner dermatologischer Eingriff. Die Gründe reichen von kosmetischen Wünschen bis zu medizinischen Hinweisen wie Reizung, unklaren Veränderungen oder dem Verdacht auf Hautkrebs. Welche Methode geeignet ist, hängt vor allem davon ab, wie das Muttermal aussieht und warum es entfernt werden soll.
Nicht jedes Muttermal muss entfernt werden. Ärztinnen und Ärzte empfehlen den Eingriff vor allem dann, wenn ein Leberfleck sich verändert, häufig verletzt wird, ständig gereizt ist oder aus ästhetischen Gründen stört. Auch wenn ein Muttermal auffällig erscheint, kann eine Entfernung sinnvoll sein, damit das Gewebe im Labor untersucht werden kann.
Wichtig ist: Verdächtige Hautveränderungen sollten nicht selbst behandelt werden. Eine ärztliche Beurteilung ist notwendig, bevor ein Muttermal entfernt wird.

Die klassische Methode ist die Entfernung mit einem kleinen Schnitt. Dabei wird das Muttermal meist vollständig zusammen mit einem schmalen Sicherheitsrand herausgeschnitten. Anschließend wird die Wunde vernäht. Diese Methode eignet sich besonders dann, wenn das Gewebe histologisch untersucht werden soll.
Der Vorteil: Das entfernte Material kann genau im Labor beurteilt werden. So lässt sich klären, ob es sich um einen gutartigen Befund handelt.
Bei einer Shave-Exzision wird das Muttermal oberflächlich mit einer kleinen Klinge abgetragen. Diese Methode kann bei erhabenen, gutartigen Hautveränderungen infrage kommen. Sie ist meist schneller als eine klassische OP, hinterlässt aber je nach Tiefe und Hauttyp ein unterschiedlich sichtbares Narbenbild.
Ob eine Gewebeuntersuchung sinnvoll möglich ist, hängt vom Einzelfall ab. Daher wird diese Methode nicht bei jeder Hautveränderung eingesetzt.
Einige gutartige, kosmetisch störende Hautveränderungen können mit dem Laser behandelt werden. Dabei wird das Gewebe schichtweise abgetragen oder zerstört. Der Vorteil ist oft eine gute Schonung des umliegenden Gewebes. Allerdings eignet sich die Laserbehandlung nicht für alle Muttermale, vor allem nicht, wenn eine sichere histologische Untersuchung erforderlich ist.
Darum gilt: Ein Laser ist nicht die Standardlösung für jedes Muttermal.
Vor dem Eingriff untersucht die Hautärztin oder der Hautarzt das Muttermal sorgfältig. Häufig wird die Stelle begutachtet, abgetastet und entschieden, ob eine Entfernung sinnvoll ist. Wenn ein Verdacht auf eine bösartige Veränderung besteht, wird meist die operative Entfernung mit anschließender Gewebeuntersuchung bevorzugt.
Am Behandlungstag wird die Haut gereinigt und lokal betäubt. Danach spüren die meisten Patientinnen und Patienten vor allem Druck, aber keinen starken Schmerz. Der eigentliche Eingriff dauert je nach Größe und Methode oft nur wenige Minuten.
Nach dem Eingriff erhalten Sie Anweisungen zur Wundpflege. Bei einer Naht wird meist ein Termin zur Kontrolle oder zum Fadenziehen vereinbart.
Die Heilungsdauer hängt davon ab, wie groß die Wunde ist, an welcher Körperstelle sie liegt und welche Methode verwendet wurde. Kleine oberflächliche Wunden heilen oft schneller als genähte Schnittwunden. Auch die individuelle Wundheilung spielt eine wichtige Rolle.
In den ersten Tagen kann die Stelle leicht gerötet, geschwollen oder druckempfindlich sein. Wichtig ist, die Wunde sauber und trocken zu halten, sofern die Ärztin oder der Arzt nichts anderes empfiehlt. Sport, Schwimmen und starke Reibung sollten für eine gewisse Zeit vermieden werden.
Eine frische Narbe sollte vor intensiver Sonne geschützt werden. Das kann helfen, eine dunklere Verfärbung zu vermeiden. Für die genaue Nachsorge ist immer die individuelle ärztliche Empfehlung maßgeblich.
Wie bei jedem kleinen Eingriff kann es zu Blutungen, Infektionen, Schmerzen oder einer auffälligen Narbenbildung kommen. Meist verlaufen solche Behandlungen unkompliziert. Das Risiko hängt unter anderem von der Lage des Muttermals, der Hautbeschaffenheit und der gewählten Methode ab.
Suchen Sie ärztliche Hilfe, wenn die Wunde deutlich stärker schmerzt, anschwillt, eitert, stark blutet oder Fieber auftritt. Auch eine zunehmende Rötung kann auf eine Entzündung hinweisen.

Vor dem Termin ist es hilfreich, die Haut nicht mit Make-up, Creme oder Selbstbräunern zu bedecken, wenn die Stelle untersucht werden soll. Falls Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen, sollte dies vorher ärztlich besprochen werden. Setzen Sie Medikamente nie eigenständig ab.
Wenn Sie unsicher sind, ob ein Muttermal entfernt werden sollte, ist die dermatologische Kontrolle der beste erste Schritt. So lässt sich klären, ob Beobachtung, Entfernung oder eine weitere Abklärung sinnvoll ist.
Ein Muttermal entfernen zu lassen ist meist ein kleiner, gut planbarer Eingriff. Die beste Methode hängt davon ab, ob das Muttermal gutartig wirkt, ob eine Gewebeprobe nötig ist und wie die spätere Narbe aussehen soll. Die Heilung verläuft häufig unkompliziert, braucht aber etwas Zeit und gute Nachsorge.
Durch die lokale Betäubung spüren die meisten Menschen während des Eingriffs nur Druck oder Ziehen, aber keinen starken Schmerz. Nach dem Eingriff kann die Stelle vorübergehend empfindlich sein.
Eine Narbe ist möglich, vor allem nach einer chirurgischen Entfernung. Wie sichtbar sie ist, hängt unter anderem von der Methode, der Körperstelle und der individuellen Heilung ab.
Nein. Laser eignen sich nur für bestimmte gutartige Hautveränderungen. Wenn eine Gewebeuntersuchung nötig ist, wird meist die operative Entfernung bevorzugt.
Das hängt von der Größe der Wunde und der Lage ab. Körperliche Belastung sollte erst wieder aufgenommen werden, wenn die Ärztin oder der Arzt grünes Licht gibt.
Wenn es wächst, seine Form oder Farbe verändert, blutet, juckt oder immer wieder gereizt ist, sollte es dermatologisch beurteilt werden.
Treatments are delivered at our JCI-accredited hospitals — Acıbadem International